Was ist Kreislaufwirtschaft?

Im Gegensatz zum traditionellen linearen Modell „Gewinnung – Produktion – Verbrauch – Entsorgung“ verfolgt die Kreislaufwirtschaft einen systemischen Ansatz, der darauf abzielt, Ressourcen so lange wie möglich im Kreislauf zu halten. Sie zielt darauf ab, die Lebensdauer von Gegenständen und Materialien zu verlängern, Reparaturen, Wiederverwendung und Recycling zu fördern und Abfall in jeder Phase der Wertschöpfungskette zu reduzieren.
Durch die Umwandlung von Abfällen in Ressourcen und die Optimierung der Rohstoffnutzung trägt die Kreislaufwirtschaft dazu bei, den Druck auf die natürlichen Ressourcen zu verringern. Sie ermöglicht auch eine Verringerung des Abfallaufkommens und eine Begrenzung der Treibhausgasemissionen und schafft gleichzeitig neue wirtschaftliche und lokale Möglichkeiten.

Wie sieht der politische Rahmen der Schweiz im Bereich Kreislaufwirtschaft aus?

Seit dem 1. Januar 2025 hat die Schweiz ihr Engagement für die Kreislaufwirtschaft mit dem Inkrafttreten mehrerer Gesetzesrevisionen verstärkt, insbesondere im Umweltschutzgesetz, im Energiegesetz und im Gesetz über das öffentliche Beschaffungswesen.

Diese Reformen zielen insbesondere darauf ab:

  • die Umweltbelastung und den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu reduzieren
  • die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft zu stärken
  • die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und gleichzeitig die Versorgungssicherheit des Landes zu gewährleisten
  • das Recycling gegenüber der Verbrennung zu fördern
  • Förderung eines verantwortungsvollen und nachhaltigen öffentlichen Beschaffungswesens
  • Förderung von Innovationen in Bereichen, die mit der Kreislaufwirtschaft in Zusammenhang stehen

Der Bund, die Kantone und die Unternehmen sind nun aufgefordert, bei der Umsetzung dieser Grundsätze eng zusammenzuarbeiten.